AACCrisk

Kooperative Bewertung und Kommunikation der systemischen Risiken ubiquitärer Informations- und Kommunikationstechnologien


Die Rasanz der wissenschaftlich-technischen Entwicklung, die weltumspannende Verknüpfung von Personen-, Güter- und Datenflüssen und der Aufbau vernetzter technischer Systeme immer höherer Komplexität haben zu einem starken Anstieg der Wahrscheinlichkeit geführt, dass einzelne (katastrophale) Ereignisse oder Ereignisketten zu einer ernsten Bedrohung von Systemen führen, von denen Gesellschaften abhängen. Es sind jedoch nicht nur Risiken mit ganz neuen quantitativen Dimensionen entstanden. Die zunehmende Komplexität und Vernetzung technischer und ökonomischer Systeme und die technische Durchdringung von Bio- und Soziosphäre haben auch zu Risiken geführt, die überhaupt erst aufgrund von Komplexität, Vernetzung und Durchdringung entstehen konnten. Diese systemischen Risiken erfordern aufgrund ihrer Merkmale neue wissenschaftliche Ansätze und gesellschaftliche Verfahren zu ihrer Identifizierung, Bewertung und Regulierung.

Systemische Risiken durch die Durchdringung des Alltags mit Informations- und Kommunikationstechnologien (Anytime Anywhere Communication and Computing, AACC) standen im Mittelpunkt eines Projekts, das der Forschungsverbund AACCrisk im Zeitraum Oktober 2005 bis März 2010 durchgeführt hat.

Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderschwerpunkts 'Sozial-ökologische Forschung'.